Vielleicht beginnt Veränderung nicht mit einem grossen Schritt. Vielleicht beginnt sie in einem stillen Moment – in dem du aufhörst zu kämpfen und einfach da bist.
Wir erwarten oft, dass das Grosse gross beginnt. Mit einer Entscheidung, die alles verändert. Mit einem Moment der Klarheit, der alles in Licht taucht. Mit einer inneren Stimme, die uns sagt: Jetzt. Genau jetzt. Das ist der Moment.
Aber die meisten Veränderungen, die ich kenne – in mir selbst und in den Menschen, die ich begleite – haben leise begonnen. In einem Atemzug. In einer Pause zwischen zwei Sätzen. In dem Moment, in dem man aufgehört hat, auf das nächste grosse Ding zu warten.
Es braucht keine Bühne. Es braucht nur einen Moment, in dem du aufhörst wegzuschauen.
Ich erinnere mich an eine Frau, die mir einmal erzählte, ihr Leben habe sich verändert, als sie aufgehört habe, auf den richtigen Zeitpunkt zu warten. Sie hatte nicht meditiert. Kein Buch gelesen. Keinen Kurs besucht. Sie hatte einfach eines Morgens beim Kaffee beschlossen: Heute bin ich freundlicher zu mir. Nicht morgen. Nicht wenn der Stress nachlässt. Nicht wenn die Kinder grösser sind oder die Arbeit weniger wird. Heute. In diesem Moment. Mit dieser Tasse in der Hand. Das ist es, was ich mit «leise» meine. Nicht schwach. Nicht klein. Sondern echt. Verwurzelt. Ohne Aufwand, aber mit vollem Herzen. Vielleicht fragst du dich gerade, wo du anfangen sollst. Vielleicht fühlst du die Sehnsucht nach Veränderung – und gleichzeitig die Müdigkeit, wieder anzufangen. Beides darf da sein.
Du musst nicht alles verstehen. Du musst nur bereit sein, ein bisschen weicher zu werden – zu dir selbst.
Das ist genug. Das ist, ehrlich gesagt, das Mutigste, was ich kenne.
Dein Marc
One World. One Love.
Weitere Impulse
7 May 2026
«Ich bin nicht genug»
Dieser Satz sitzt tief. Nicht weil er wahr ist -
sondern weil wir ihn irgendwann gelernt
haben. Und alles, was gelernt wurde, kann
auch wieder verlernt werden.
Ein Mann fragte einen alten Gartner: <Was
muss ich tun, damit mein Garten wächst?» Der
Gärtner schwieg lange. Dann sagte er nur:
«Hör auf, ihn zu zerdenken.»